Motivation und Frustration im Hundetraining

Die Motivation sein Hund zu trainieren liegt erfahrungsgemäß auch sehr nah an der Frustration- Warum ist das so? Stark motiviert gehe ich eines Tages an das Ziel meinen Hund zu trainieren, am Anfang klappen die Übungen recht gut, doch dann bleibt der Erfolg irgendwann aus. Das ist ja auch noch nicht so schlimm und auch normal, denn die eine oder andere Idee hat man ja oft noch. 
Doch wenn die Ideen nicht den erwünschten Erfolg bringen, beginnt die Frustration! 
Leider frisst diese die Motivation meist komplett auf, dass kennen wir auch aus vielen anderen Bereichen unseres Lebens. 
Nun hängt es ein wenig davon ab, was ich selbst für ein Typ bin. 
Bin ich jemand der seine Bestätigung von Außen bezieht, was bedeutet das ich Lob und Anerkennung von Dritten brauche um den Sinn und Zweck wieder zu finden, oder bin ich jemand der seine Befriedigung und Motivation aus dem eigenem Erfolg für sich selbst bezieht und das eigene Handeln hinterfragt!? 
Warum spielt das eine Rolle?
Erster Typ wird sich versuchen Rat von außen zu holen und sich unter Umständen den falschen Ratschlägen hingeben. 
Diese könnten sein: „Gib den Hund ab, dass wird eh nix mehr.“ oder „Den musst du mal zeigen wo der Hammer hängt.“ etc. Diese oder ähnliche Ratschläge sind es, auf denen der Weg des Scheiterns beginnt. 
Zweiter Typ entschließt sich vielleicht auch Meinungen ein zu holen. Achtung und jetzt kommt es, um sein eigenes Handeln und den darin vielleicht enthaltenen Fehler zu finden! 
Der größte Fehler den man machen kann, und das weiß ich aus Erfahrung, ist dem eigenen Ehrgeiz zu erliegen. Dieser bringt einen dazu über das momentane eigene können und das des Hundes hinaus zu gehen.
Leider ist hier bei vielen der einfachste Weg den Hund abzugeben und sich einen anderen Hund ins Haus zu holen. Ich würde mir hier wünschen den inneren Schweinehund einfach bellen zu lassen und sich der Sache mit mehr Geduld und mit eventueller fachmännischer Unterstützung, wenn nötig, neu an zu gehen. 
Denn was ist eine größere Motivation, als die eigene Sache erfolgreich geschafft zu haben. Und für unseren Freund das Beste? 
Denn wir haben unseren Spaß und unsere Erfolge, er hat meistens nur uns!!! 
In diesem Sinne, viel Erfolg und lasst euch nicht unterkriegen!

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

 Mein Hund ist…!

ängstlich, dominant, aggressiv, Leinenpöbler, ein Egoist oder oder oder. Oft liest oder hört man solche oder ähnliche Aussagen. Ganz sicher gibt es den ängstlichen oder dominanten Hund etc., aber eben nicht Jeder ist ein solcher, der den Anschein macht.Viele Foren, auch hier auf Facebook, tauschen sich zu solchen Themen aus. Leider gibt es hier und da auch ganz haarsträubende Kommentare bis hin zu Beleidigungen.
Wie kann der auch nur so eine Frage stellen und dann noch dazu eine andere Meinung haben, geht ja mal gar nicht! 
Auch der ein oder andere Ratschlag der gegeben wird finde ich bedenklich. 
Einen Hund nach einer Schilderung ungesehen zu beurteilen, finde ich persönlich, ist eh schon gewagt! Da sehr oft die persönlichen Befindlichkeiten des Besitzers in der Schilderung mitschwingen.
Es ist prima das es das gibt, man sich austauschen kann und sich gemeinsam über seinen Hund freuen. Wenn es aber in Richtung Verhaltensstörung oder um medizinische Dinge geht, empfehle ich Jedem sich an einen Fachmann/frau zu wenden. 
Noch mal zu den Beleidigungen, die hier auch nicht selten vorkommen! Kann mir einer einen vernünftigen Grund dafür nennen warum man das tut? 
Wenn sich jemand hilfesuchend an eine Gemeinschaft wendet, weil er oder sie nicht weiter weiß, dafür zum Teil sogar dann noch gemobbt wird!? Sehr viele im „www“, stelle ich fest, denken alles zu wissen, aber ist das so?
Nun habt ihr einen Hund der z.b. wirklich dabei ist ein Agressionsproblem zu entwickeln und ihr wendet euch an ein Forum, bekommt da einen Rat wie ihr damit umgehen sollt! 
Sagen wir einmal dieser Rat war völlig daneben und es geht gewaltig schief. 
Ich bin mir sicher, dass von den ganz vielen qualifizierten Hundetrainern dann keiner die Verantwortung übernehmen möchte und sich darauf beruft das Tier ja weder gesehen noch gekannt zu haben! 
Und je nach dem, wie gravierend der Vorfall war, wendet man sich dann doch an einen Trainer des Vertrauens.
Was ich damit sagen möchte, spart euch doch diese Diskussionen in Netz und sucht euch bitte gleich professionelle Hilfe, bevor ihr etwas befolgt, dass euch jemand geraten hat, der euch und euren Hund gar nicht kennt und sein „Wissen“ im besten Fall noch aus dem Fernseh hat. 

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

 Er weiß genau was er getan hat!!!

Mein Hund ist ein Trotzkopf, mein Hund ist stur, mein Hund ist beleidigt oder mein Hund hat ein schlechtes Gewissen. So oder so ähnlich wird sich gerne auf Gassimeilen unterhalten und das „Verhalten" thematisiert! Was auch immer das Thema ist fällt mir eins doch immer wieder auf, die Vermenschlichung! Unser Hund ist Sozialpartner, Familie, Kindersatz, der beste Freund, all das oft aber eben KEIN Mensch!
Das hinein interpretieren menschlicher Emotionen ist sehr oft Teil des Problems. 

Ein Beispiel für eine Vermenschlichung, der ich immer wieder begegne! Das Herrschen oder Frauschen kommt nach Hause und sieht das Chaos, dass der Hund hinterlassen hat. Hundchen kommt mit eingeklemmter Rute und gesenktem Kopf zu seinem Menschen und legt sich dann vermutlich auch noch auf die Seite!

Was sehen wir und was wird gerne gesehen?

Gesehen wird: mein Hund hat etwas angestellt und hat ein schlechtes Gewissen deshalb kommt er so angeschlichen, das macht er immer wenn er was angestellt hat.

Tatsächlich ist es aber so: Mensch kommt nach Hause mit evtl. schon etwas miesem Bauchgefühl, da der Hund hier und da schon mal was kaputt gemacht hat. In der Vergangenheit gab es dafür vielleicht schon mal ein schimpfen. Der Hund als soziales Wesen bemerkt die Körperhaltung und die Ausstrahlung seines Menschen und zeigt Beschwichtigung, um einer unangenehmen Situation zu entgehen! Jetzt findet der Mensch auch noch etwas zerstörtes vor und schon haben wir den Mythos, er weiß das er etwas falsch gemacht hat!

Unsere Hunde reagieren auf unsere Gemütslage und Ausstrahlung. In manche Reaktionen oder Handlungen unserer Hunde kann man sehr schön menschliche Verhalten hinein interpretieren, sollte man aber nicht.
Trotz der sehr großen Nähe die unser Sozialpartner Hund zu uns hat und der Zeit in der sie schon mit uns Leben werden sie eins nie sein, ein Mensch! Macht es Ihnen und uns selbst leichter und behandelt sie als das was sie sind, ein Tier mit eigener, zugegeben oft recht menschenähnlicher, Kommunikation. 

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

Die Tutnixe

Immer und immer wieder lese und höre ich von Begegnungen mit dem „Tutnix“ oder den artverwandten „Machtnix“ und den dazu gehörigen erfahrenen Besitzern, die immer gerne bereit sind andere zu belehren!
Mal ganz im ernst, warum nehmen sich diese Hundebesitzer es sich heraus ihren Hund zu jedem hin rennen zu lassen? Kommt es dann zu einer unschönen Situation, wird man dann meist noch belehrt wie viel Erfahrung sie doch mit Hunden haben und der andere Hund wohl gestört sei!
Wenn ich doch, zum Beispiel, jemanden mit einem mir fremden Hunderudel auf mich zu laufen sehe und dieser Jemand, wir gehen mal von einer einzelnen Person aus, seine Hunde in der Voraussicht einer Begegnung anleint hat. Warum kommt man dann auf die Idee den eigenen Hund abzuleinen und dort hin rennen zu lassen?
Oder es kommt mir jemand entgegen der seinen Hund angeleint hat und bittet darum den eigenen Hund doch an zu Leinen! Warum muss man diese Person dann belehren? Man selbst kennt doch die Hintergründe gar nicht! Evtl. ist der Hund krank, läufig oder hat einfach nur Angst. Warum respektiert man das immer weniger? Sind seit neustem, durch die vielen Fernsehhundetrainer, alles Hundeprofis da draußen oder passt es einfach in die Ich-bezogene Zeit? 
Bei Hundebegegnungen sollte gegenseitige Rücksichtnahme und Kommunikation herrschen. Unsere Hunde kommunizieren ebenfalls miteinander und verstehen sich oder eben nicht. Aber als Hundebesitzer stehe ich in der Verantwortung und mein „Tut- oder Machtnix“ muss nicht die ganze Hundewelt bespaßen!
Die Hunde die sich verstehen, sollen und dürfen miteinander toben und spielen, dass ist eine prima Sache, doch bitte respektiert die, die es nicht wollen! Hund soziales Rudeltier, jaja, das ist der Mensch eigentlich auch. Trotzdem lädt man selbst nicht jeden zu sich ein!
Denkt mal darüber nach!

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung




Bücher, Medien und so!

Das ist eine der Antworten die ich bekomme, wenn ich mal hinterfrage woher die Idee hinter einer Trainingsmethode stammt. Es gibt Unmengen an Literatur, sowohl aus Büchern als auch aus dem Internet. Letzteres ist voll von Weisheiten über Hundeerziehung!
Ich selbst habe diverse Bücher gelesen, Blocks und Zeitungsartikel. Es gibt sehr Gute, bei dem allem aber auch welche wo sich mir der Magen zusammen zieht. Manches ist wirklich Prima, manches aber auch alles andere! Nehmt es mir nicht übel das ich hier keine Empfehlungen positiv wie negativ gebe.

Vor kurzem habe ich mir auch mal wieder ein Buch gegönnt zu einem Gebiet in dem ich gerne mein Wissen um neue Denkanstöße erweitern möchte. Nach dem ich aufgelesen hatte, was ich immer mache auch wenn sich die Begeisterung in Grenzen hält, war ich etwas enttäuscht! 
Viele Hunde werden in ein Muster gepackt und es gibt nur DIE Methode! Geworben wird gerne mit dem eigenem Konzept, doch was genau heißt das? Man sollte alles etwas hinterfragen und sich auch seine eigenen Gedanken dazu machen. Nicht alles was geschrieben steht ist auch sinnvoll für den eignen Hund! Es ist super wenn man sich informiert und etwas dazu lernen möchte, das sollte jeder tun! 

Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

 Silvesterknaller und Hunde

Alle Jahre wieder wird das Jahr munter mit Böllern verabschiedet. Bunte Lichtspiele am Himmel zum Jahreswechsel, einfach schön anzuschauen.Aber für viele Hunde ist diese Zeit der blanke Horror. Sie durchleben die größten Ängste und wissen oft nicht wie ihnen geschieht. Mit viel Liebe wird dann beruhigend auf das Tier eingeredet, man meint es ja gut und man leidet mit! Leider ist das nicht hilfreich! Im Gegenteil, man verstärkt das Angstverhalten damit oft noch wenn man selbst nicht ruhig und gelassen ist. Sind sie allerdings ruhig und zuversichtlich, der Fels in der Brandung so zu sagen, dann kann es durchaus hilfreich sein. Grundsätzlich ist die Meinung man sollte doch diese Angst einfach ignorieren, nicht richtig und zum Glück mittlerweile überholt! 
Wenn ihr Hund ihre Nähe sucht dann lassen Sie ihn natürlich. Auch wenn er eine Zuflucht sucht verwehren sie es ihm nicht z.B. unter dem Bett etc.
Ein paar Tipps für die Tage VOR Silvester.
Da schon der ein oder andere früher beginnt mit dem böllern, lassen Sie ihren Hund zur Sicherheit an der Leine. Versuchen Sie dort Gassi zugehen wo die Wahrscheinlichkeit geringer ist mit böllern überrascht zu werden. 
Versuchen Sie selbst entspannt zu sein, auch wenn es knallt und dem Hund zu vermitteln das alles Ok ist!
AM Silvester Tag.
Wenn möglich lassen sie Ihren Hund nicht alleine. Falls das doch nötig sein sollte hilft unter Umständen ein Radio um die Knallerei etwas zu dämpfen, auch geschlossene Rollladen helfen. Nehmen Sie ihn zum böllern nicht mit auf die Straße. Während es böllert kann es helfen den Hund zu beschäftigten. Zum Beispiel mit Suchspielen, wenn er solche gerne macht! 
Nehmen Sie Ihren Hund und seine Ängste aber auf jeden Fall ernst. Machen Sie alles was helfen kann! Im Zweifelsfall schnappen sie Ihren Hund setzen sich in ihr Auto und fahren mit ihm an einen ruhigeren Ort.
In ganz schwierigen Fällen kann man auch mal mit seinem Tierarzt im Vorfeld sprechen. Der kann evtl. Medikamente empfehlen, die dem Hund über die ganz schwierige Zeit helfen! Auch pflanzliche Arzneimittel können hier helfen.
Für das darauf folgende Jahr kann man sich versuchen besser vor zu bereiten, mit Training zur Gewöhnung zum Beispiel. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten! Ich stehe Ihnen für Fragen hierzu gerne zur Verfügung. 
Ich wünsche Ihnen/Euch und euren Hunden nun trotzdem einen guten und stressfreien Rutsch ins neue Jahr!

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

Das Fest der Liebe und der Geschenke. Das Fest an dem die Kinder ein klein wenig lieber sind als normal, Geburtstage natürlich ausgenommen! Die Zeit in der man etwas seinem lieben schenken möchte was von Herzen kommt. 
Eine wunderbare Zeit. Allerdings nicht für alle Tiere! Nicht für die Tiere die niedlich und klein am Heilig Abend verschenkt werden und dann größer werden. Nicht für die Tiere die nach den Feiertagen nicht mehr in ein Leben passen! 
Ich behaupte nicht das es in jedem Fall so ist, nein zum Glück nicht. Aber von wie vielen dieser Fälle hören wir nach dieser Zeit?
Deshalb bitte ich euch alle HAUSTIERE SIND KEINE WEIHNACHTSGESCHENKE!!!
Verschenkt keine Tiere zu Weihnachten, den Tieren zu liebe, bitte!!
Frohe Weihnachten!!!

Euer Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

Timing im Hundetraining.

Ein mehr oder weniger oft diskutiertes Thema ist das Timing. Wann wird der Hund belohnt, welcher Moment ist der Richtige, um ein Verhalten zu verstärken oder zu unterbinden.

In vielen Büchern wird immer noch von den zwei bis drei Sekunden geschrieben. Nach aktuellen Erkenntnissen weiß man aber jetzt, dass die ideale Zeitspanne 0,5 Sekunden beträgt. 

In der Praxis bestätigt sich das auch. Bedeutet je näher die Belohnung an der zu lernenden Aufgabe ist, umso schneller erzeuge ich eine Verknüpfung. Oder je näher die Korrektur am Fehlverhalten, je schneller das Unterlassen des jeweiligen Verhaltens.

Ein Beispiel, die klassische Sitz Übung: Ich gebe meinem Hund das Hörzeichen für Sitz. Mein Hund führt dieses Hörzeichen direkt aus und bewegt sein Hinterteil in Richtung Boden. Direkt nach erfolgter Handlung kommt die Belohnung. Der direkte Bezug zur Handlung, 0,5 Sekunden, und die darauf folgende Belohnung erhöht die Wahrscheinlichkeit genau dieses Verhalten wieder zu zeigen. Wir wissen ja, ein Hund ist immer darauf aus das Beste für sich heraus zu holen. Nun sehen wir das Beispiel mal mit drei Sekunden. Die Möglichkeit das der Hund gedanklich schon wieder wo anders ist, ist bei dieser Zeitspanne wahrscheinlicher. Bedeutet natürlich nicht das der Hund hier nichts lernt, es kann nur länger dauern als nötig.

Oft werden Hunde mit Lob überschüttet, in Dauerschleife so zu sagen. Problematisch hierbei ist, dass keiner genau sagen kann was unser Hund gerade in seinem Kopf hat. Ich belohne vielleicht sogar den Gedanken, oh ein leckerer Hase da renn ich doch mal hinterher!

Weniger ist hier oft mehr! Für gezieltes Training ist es besser wenige gut platzierte Belohnungen zu setzen, als zu viele willkürlich verteilt.

In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.



Euer Jens Flemming

Canin Aktiv Hundeausbildung

Die frohe Weihnachtszeit steht vor der Tür, auf die wir uns alle freuen und alle Kinder sehnlichst warten. Die Zeit der Weihnachtsmärkte, des Glühweins und des zusammen seins. 

Der Weihnachtsmarkt ein schöner und besinnlicher Ort für Frauchen und Herrchen aber doch bitte, bitte ohne den vierbeinigen Freund! Warum? Unser Hund ist natürlich durch den Alltag in dem wir uns im öffentlichen Verkehr bewegen schon einiges gewöhnt. Doch ist der Weihnachtsmarkt eine größere Hausnummer. Oft ist es zwischen den Buden sehr eng und auch laut. Die vielen Gerüche und die lauten Stimmen der Besucher können für unseren Hund sehr belastend sein. Auch die vielen Füße die unseren Hund unabsichtlich auf seine Pfötchen treten können. Oder ein versehentlich auf den Hund geschüttetes Heißgetränk. Glasscherben und Essensreste auf dem Boden. Ich müsste oder besser sollte immer auf meinen Hund aufpassen! Ist unser Freund da noch nicht ganz sicher kann es sich negativ auswirken und das nicht unbedingt sofort. Gut zu erkennen sind da natürlich die unmittelbaren Reaktionen. Aber erkennt man diese in dem Trubel eines Weihnachtsmarktes auch oder erst wenn es vielleicht schon zu spät ist? All diese Dinge sind nicht nötig! Lasst euren Hund lieber zu Hause er wird es euch danken! 
Jens Flemming 
Canin Aktiv Hundeausbildung

 


Wie sollte ich mich bei Begegnungen mit meinem Hund gegenüber anderen Hundehaltern oder Passanten verhalten?

 

Sehr oft beobachte ich Begegnungen zwischen Hundehaltern untereinander oder Hundehaltern und Personen mit dem Fahrrad, Kinderwagen, etc!

Leider gefallen mir die wenigsten dieser Begegnungen.

Warum??

Wenn ich mit meinem Hund nach draußen gehe stehe ich in der Verantwortung und das nicht nur für mich und meinen Hund. Nein ich stehe für jeden Hundehalter in der Verantwortung. 
Nun sage ich euch warum! Leider ist es in unserer heutigen Gesellschaft so, dass eine Meinung nicht am Individuum fest gemacht wird, sondern man neigt dazu es auf alle anderen zu übertragen.

Das bedeutet, benehme ich mich bei Begegnungen z.B. nicht sehr vorbildlich, wird es in den wenigsten Fällen heißen, der Hundebesitzer XY hat einen überzogenen Hund, sondern alle Hundehalter werden genauso gesehen und verurteilt.

Also seit bitte bedacht darauf einen entsprechenden Eindruck zu hinterlassen.

Wie mache ich das?

Recht einfach! Kommt mir jemand mit einem Fahrrad entgegen oder mit einem Kinderwagen, auch wenn mein Hund super hört, nehme ich meinen Hund zu mir und Leine ihn, sofern er frei ist, an! Oder mir kommt ein Fußgänger entgegen, egal ob er/sie Angst hat vor Hunden oder nicht, dann nehme ich meinen Hund zu mir, der Fußgänger füllt sich beachtet und freut sich im besten Fall! Hundebegegnungen laufen oft auch nicht so ideal ab. Gleich vorab, NEIN nicht jeder Hund muss andere Hunde mögen oder mit ihnen spielen. Gründe können unterschiedlich sein, z.B. Krankheit, das Alter, Angst vor Artgenossen, Läufigkeit der Hündin oder einfach eine Unverträglichkeit. Das habe ich zu respektieren, leider erlebe ich oft, dass genau das nicht der Fall ist. Belehrungen sogar Beleidigungen bis hin zu Auseinandersetzungen der Hunde sind nicht selten! Hiervon hat niemand etwas, ganz im Gegenteil. Deshalb nehmt Rücksicht, kommuniziert mit euren Mitmenschen und mit Hundehaltern wenn etwas unklar ist und setzt eure persönliche Einstellung nicht als „die Norm“ fest. Das kann sehr schnell sehr unangenehm für alle Beteiligten werden.

Mein Rat: Lieber einmal zu viel Rücksicht genommen, als einer der Hundehalter zu sein der verurteilt wird, obwohl er nicht das Vorurteil verursacht hat.

Jens Flemming
Canin Aktiv Hundeausbildung