Vortrag: Problemhunde - Sind sie es wirklich oder liegt es an uns?!

Fallbeispiel:

Man geht mit seinem angeleintem Hund schön entspannt spazieren und da kommt ein anderer Hund daher – natürlich ohne Leine. Schleicht andächtig um meinen Hund herum und wird aufdringlich! Mein Hund teilt ihm mit: „Du ich mag nicht, lass mich bitte in Ruhe!“ Der Andere denkt aber nicht daran, bleibt weiter lästig und wird noch aufdringlicher! Mein Hund wird deutlicher! Mittlerweile hat sich der Besitzer herbei bequemt. Ich fordere ihn auf: „Nehmen sie doch bitte mal ihren Hund zu sich!“ Die Antwort: „Nee, warum denn, der tut nix!“ In diesem Moment beißt mein Hund den anderen Hund ab, weil dieser versucht aufzureiten! Der andere Hund schreit auf und rennt weg! Der Besitzer erbost: „Was haben sie den für einen asozialen Hund, der ist ja gefährlich!“

Zack Problemhund!!!

Eine Situation die wir alle erleben können oder vielleicht schon erlebt haben.

In der oben beschriebenen Situation, welcher ist denn der Problemhund?

Fragen über Fragen

Was genau ist den überhaupt ein Problemhund und woher kommen die ganzen Exemplare den überhaupt?

Sind es Hunde von bestimmten Rassen? Oder Hunde mit bestimmter Ausbildung / Erziehung? Vielleicht aber Hunde ohne Ausbildung / Erziehung?

Oder sind es vielleicht am Ende gar nicht die Hunde selbst???

Der Wandel der Hundeerziehung

In den letzten 20 Jahren fand ein Wandel im Umgang mit unserem ältesten Begleiter statt.

Unser Hund bekam von uns einen ganz anderen gesellschaftlichen Status zugeteilt. In den westlicheren Ländern bekam der Hund nicht mehr die ihm ursprünglich zugedachten Aufgaben – Nein, er wurde immer mehr Kindersatz, Lebenspartner, Krisenbewältigter oder Sportgerät! Gut die ursprünglichen Aufgaben wurden ja auch immer weniger, also musste auch eine Veränderung stattfinden.  

Somit fand, was ich sehr begrüße, auch eine Veränderung in der Ausbildung und der Erziehung statt. Soweit so gut, aber wo Licht ist, da ist auch Schatten! Die Einkehr der modernen Hundeerziehung, mit all ihren neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, fand statt und wurde bis heute immer mehr verbreitet. Der Trend und der Wettbewerb des Positiven begann. Immer mehr Halter und Trainer sprangen auf diesen Zug auf!

Was mal als sehr guter Ansatz begonnen hat entwickelte eine fast schon religiöse Eigendynamik. Heute haben wir das Resultat dieser Entwicklung! Hunde die selten Grenzen akzeptieren und es nicht mehr gewohnt sind gemaßregelt zu werden. Es kommt immer mehr zu Übergriffen mit schwersten Verletzungen bei Menschen und Hunden.

Rückkehr zur konsequenten Hundeerziehung

Wir müssen wieder zurück finden zum nicht ideologischen Umgang mit unserem Hund, indem wir auch liebevoll Grenzen setzen. Denn Grenzen setzen heißt nicht Gewalt auszuüben, es heißt konsequent zu sein, dem Hund zu zeigen was er darf und was nicht!

Das schulden wir der Gesellschaft, aber vor allem schulden wir es unseren Hunden, um wieder ein vernünftiges Miteinander zu erleben. Dann hat sich das auch mit den Problemhunden erledigt!  

Unter dem Slogan „Problemhunde – Sind sie es wirklich oder liegt es an uns?!“ möchten wir zusammen mit Dir dieses Thema kritisch und lehrreich diskutieren. Du bist daran interessiert mehr Wissen zu dem Thema Dir anzueignen oder Du hast eine ganz andere Meinung zu diesem Thema, dann melde Dich an und wir sprechen in geselliger Runde darüber.

  • Mittwoch, 27.05.2020

Die Abendvorträge finden immer von 18:00 – ca. 20:00 Uhr statt.

Die Abendvorträge finden in dem Vereinsheim des PSG Auerbach 1570 e.V. (Schützenverein) statt.

Die genaue Adresse senden wir Dir nach Erhalt Deiner Anmeldung zu.

20,00 € pro Teilnehmer

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